Das Gelbe Band
Solidarität mit unseren Soldaten

 

Seit 1960 hat die Bundeswehr an mehr als 130 humanitären Hilfsaktionen teilgenommen.
Es begann mit Hilfeleistungen in der durch ein Erdbeben zerstörten marokkanischen Stadt Agadir.
Nach der deutschen Wiedervereinigung in 1990 wurden die Einsätze auch auf friedenserhaltende
und friedenssichernde Operationen außerhalb des Vertragsgebietes der NATO ausgedehnt.
Seit 2002 steht Afghanistan im Mittelpunkt der Einsätze.

Der Charakter des Einsatzes in Afghanistan und die inzwischen zu beklagenden Opfer führen zu einer weitverbreiteten Ablehnung der deutschen Beteiligung in der Bevölkerung.
Dies bedeutet eine zusätzliche Belastung für die in Afghanistan eingesetzten Soldaten und deren Angehörige. Diese Ablehnung ist meist emotional und nicht rational begründet. Dabei wird die Entscheidung für den Einsatz durch den Deutschen Bundestag, also unsere Abgeordneten, getroffen.

Nicht nur deshalb verdienen unsere Soldaten unsere Solidarität mit ihnen und ihrem Dienst, den sie für uns leisten. Das „freundliche Desinteresse“ in der Gesellschaft muss überwunden und durch Respekt und Anerkennung ersetzt werden. Das „Gelbe Band“ kann zum äußeren Zeichen dieser Solidarität werden.

Das Gelbe Band („Yellow ribbon“) geht auf den US-amerikanischen Bürgerkrieg zurück. Ein Soldat schrieb seiner Frau, sie solle als Zeichen ihrer Liebe ein gelbes Band um die alte Eiche binden, das er bei seiner Rückkehr gleich erkennen könne.
Besungen wird diese Geschichte von Tony Orlando in seinem berühmten Lied „Tie a yellow ribbon ´round the old oak tree“.
Heute nutzen viele Amerikaner dieses Zeichen als Ausdruck ihrer Solidarität mit ihren Streitkräften – eine Idee, die wir aufgreifen wollen, um so auch unseren Soldaten gesellschaftlichen Rückhalt zu geben.

Unsere Traditionsgemeinschaft sollte mit sichtbarer Solidarität ein Beispiel für andere geben. Ein erster Schritt ist getan – ein großes gelbes Band ist an der Eingangstür unseres Traditionsheims angebracht.

Wer sich der Initiative anschließen möchte, kann dies an den Vorstand signalisieren (Kosten pro Band: 3,- €). Der Vorstand wird dann eine entsprechende Zahl von Bändern bestellen. Wer direkt bestellen möchte, kann dies über Tel.: 0441/88 50 610 oder www.nato-shop-nord.de tun.

Vielleicht ist bei der Entscheidung die Aussage der Bürgermeister aus Zeven und Selsingen, die zu einem Kurzbesuch in Afghanistan waren, hilfreich. Sie werden in der Bremervörder Zeitung wie folgt zitiert: „…, dass viele Soldaten unzufrieden seien aufgrund ihrer Ansicht nach nicht genügender Unterstützung aus dem Heimatland.“

Traditionsgemeinschaft
Flugabwehrraketengruppe 36 e. V.